Psychiatrische Dokumentation ist komplex. Ein vollständiger Befund umfasst Psychopathologie, Anamnese, Diagnose, Medikationsempfehlungen und Follow-up — in einer Form, die sowohl klinisch präzise als auch rechtssicher ist. Bisher wurde das meist als Freitext gelöst: zeitaufwändig, schwer durchsuchbar, nicht standardisierbar.
Was ein strukturierter Psychopathologiebefund enthält
- Bewusstsein und Orientierung (zeitlich, örtlich, zur Person)
- Stimmung und Affekt (depressiv, gehoben, dysphore, labil)
- Antrieb und Psychomotorik (reduziert, agitiert, normal)
- Denken (formal, inhaltlich — Wahn, Zwang, Suizidalität)
- Wahrnehmung (Halluzinationen, Illusionen)
- Kognition (Konzentration, Gedächtnis, Orientierung)
KI-gestützte Zusammenfassung
Nach Abschluss des strukturierten Befunds kann KI eine kohärente Zusammenfassung generieren — als Vorschlag, der durch den Arzt geprüft und freigegeben wird. Das spart Zeit ohne Kontrollverlust. Alle KI-Vorschläge sind klar als solche gekennzeichnet; kein Text wird ohne ärztliche Bestätigung in die Akte übernommen.
Vorteile strukturierter Psychiatriedokumentation
- Zeitersparnis: 35–45 Min. auf unter 20 Min. reduziert
- Vollständigkeit: kein Parameter wird vergessen
- Verlauf: alle Befunde sind zeitlich vergleichbar
- Qualitätssicherung: MDK-feste Dokumentation
- Interoperabilität: FHIR R4-fähig für KIS-Übergabe



